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Wir schließen unsere Flex. Vater- Mutter- Kind- Einrichtung

Zum 30.06.2018 schliessen wir unsere Flexible Vater- Mutter- Kind Einrichtung!

Es hat Spass gemacht, über 15 Jahre so zu arbeiten und wir fanden unser Konzept sehr gelungen. Aber jetzt ist es genug. Wir schliessen aus Altersgründen.

Wir bedanken uns bei Allen über das uns entgegengebrachte Vertrauen!

 

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Unsere Erziehungsstellen Familien freizeiten im Ferienzentrum Schloss Dankern

Vom 10. - 13.05.18 haben wir gemeinsam das Himmelfahrtswochenende im Ferienzentrum Schloss Dankern verbracht.

Spielen, Grillen, Quatschen

wir haben gemeinsam eine tolle Freizeit verbracht und dabei uns und unsere Erziehungsstellen Kinder näher kennengelernt, gemeinsam gespielt, gegrillt, getafelt und viele lustige aber auch vertiefende Gespräche geführt.

Jetzt können wir uns in den kommenden Team- und Fallbesprechungen mit viel mehr Einfühlungsvermögen  und gegenseitigem Verständnis begegnen. 

 

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EU Datenschutzverordnung - DSGVO -

Wir beschäftigen uns mit dem Datenschutz

Im Mai 2018 tritt die neue europäische Datenschutzverordnung in Kraft

Als eine Jugendhilfeinrichtung gehen wir mit besonders sensiblen Daten um und benötigen diese auch für unsere pädagogische Arbeit. Datenschutz, besonders der Schutz der Sozialdaten, ist daher schon immer ein wichtiger Punkt in unserer Arbeit und in unserem Qualitätsmanagement gewesen.

Die neue europäische Datenschutzverordnung erhöht jedoch deutlich die bisherigen Anforderungen und verpflichtet alle Daten Verarbeitende zu mehr Transparenz und Datenschutz. Die Rechte der Betroffenen wurden gestärkt.

Wir erarbeiten zur Zeit, was das für uns genau heißt und wie wir für einen guten, rechtskonformen Datenschutz sorgen können.

 

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Pädagogen als Pflegeeltern (Erziehungsstelle)

Zeitungsartikel über die Arbeit unserer Erziehungsstellen vom 19.04.2018 in den Peiner Nachrichten

hier die besser lesbare Textversion der Onlineausgabe der PN vom 19.04.18

PEINE

Regina Rehrmann arbeitet als
Erziehungsstelle für „SoFa“. Sie betreut auffällige
Kinder.

 

Von Nina Schacht
19.04.2018 - 14:35 Uhr


Bunte Bauklötze liegen auf der Couch, ein
Spielzeugzug steht auf dem Tisch, Kinder essen
Marmeladenbrote. Bei Familie Rehrmann steht
die Familie im Vordergrund. Zwei der wuselnden
Kinder sind nicht die leiblichen Zöglinge von
Swen und Regina Rehrmann. Die Familie hat
„Erziehungsstellenkinder.“ Regina Rehrmann ist
Erzieherin und arbeitet in der
Erziehungsstelleneinrichtung
„Sozialpädagogischer Familienverbund“ (SoFa).
Sie betreut in ihrem Zuhause Kinder, die schwere
Schicksale hinter sich haben.


Im Unterschied zur „normalen“ Pflegefamilien ist
die „Erziehungsstelle“ als stationäre soziale
Einrichtung über eine Betriebserlaubnis
anerkannt. Eine pädagogische oder
psychologische Ausbildung ist Voraussetzung für
die Mitarbeiter. Finanziert wird die Einrichtung
unter anderem vom Jugendamt. Dieses vermittelt
die Kinder an die Familien. Auch ältere Kinder
finden bei SoFa eine Familie.
Das Ziel der Betreuung in den Erziehungsstellen
ist die Rückführung zu den leiblichen Eltern.
Halbjährlich wird geprüft, ob die Kinder wieder
bei ihren Müttern oder Vätern leben können.
Beispielsweise nach erfolgreicher Drogentherapie.


„Wir sind ja keine Kinderklauer“, sagt Michael
Husen, Geschäftsführer von SoFa, „sondern
unterstützend für die Kinder und die Eltern tätig“.


Seit zehn Jahren ist Familie Rehrmann als
„Erziehungsstellenmutter“ tätig und kümmert
sich um meist schwer traumatisierte Kinder. „Es
sind beispielsweise Kinder, die niemand haben
möchte oder deren Mütter alkohol- oder
drogenabhängig sind“, sagt die Sozialpädagogin.
Manche von ihnen haben bereits vorgeburtliche
Schäden erlitten. Oder auch Kinder von
überforderten Müttern und jene, die Gewalt in
ihrer „Ursprungsfamilie“ erlebt haben. Andere
leiden unter Entwicklungsdefiziten und können
im Alter von fast fünf Jahren nicht sprechen. „Auf
jeden Fall hatten sie einen schweren Start ins
Leben“, sagt Rehrmann. Das bestätigt auch
Stephanie Ullmann, Sozialpädagogin aus Peine.
Auch sie ist als Erziehungsstelle tätig. „Wir geben
den Kindern Liebe mit dem Hintergrund einer
qualifizierten Ausbildung“, sagt Ullmann. Sie
seien quasi ihre sozialen Eltern.


Besonders wichtig für die Kinder sind dabei
stabile Verhältnisse. Gerade auch, weil sie oft eine
wahre Odyssee an Aufenthaltsstellen hinter sich
haben. Wie wichtig ein geregeltes Umfeld ist, weiß
Rehrmann. „Das fängt schon bei den
Tagesabläufen an.“ Wird zu einer anderen Zeit
Abendbrot gegessen, sind die Kinder
verunsichert. „Die Kinder haben Angst, dass sie
kein Essen mehr bekommen“, erzählt Rehrmann.
Häufig müssen die „Pflegeeltern“ regelrecht auf
Spurensuche gehen. „Manche Kinder sind wie
Wundertüten“, ergänzt Swen Rehrmann.


Informationen über ihr Schicksal liegen nicht
immer vor. „Ein Kind traute sich nicht auf die
Toilette zu gehen, wenn die Zimmertür zu war“,
erinnert sich die Erzieherin. Ab diesem Zeitpunkt
ließ die Familie alle Türen offen stehen. Vielleicht
durfte es bei den leiblichen Eltern nicht das
Kinderzimmer verlassen, vermutet die
Sozialpädagogin.


Der 21-jährige Jonas ist der leibliche Sohn der
Rehrmanns. Von den Erziehungsstellenkindern
wird er oft als der große Bruder angesehen.
Brauchen seine Eltern eine Auszeit, springt er
auch mal als Babysitter ein. Und obwohl die
„Erziehungsstellenkinder“ viel Zeit und eine
besondere Betreuung brauchten, hat sich Jonas
nicht zurückgesetzt gefühlt. „Meine Eltern haben
darauf geachtet, dass wir alle mal ungeteilte
Aufmerksamkeit hatten“, sagt er.


Eine besondere Herausforderung in der
Betreuung ist die Pubertät. War der Lebensweg
von Missständen gepflastert, wird es für
Jugendliche doppelt schwierig. Ihre Reaktion: sie
hauen aus ihren „Pflegefamilien“ ab oder
verweigern sich. „Dann sind wir Tag und Nacht
im Einsatz“, sagt Mitarbeiter Thomas Werner.


Den Kontakt zu den Kindern hält Michael Husen
oft über deren achtzehntes Lebensjahr aufrecht.
Weihnachten wird oft gemeinsam gefeiert. Er ist
glücklich, wenn einstige „Pflegekinder“ den Weg
in ein geregeltes Leben finden konnten: eine
Ausbildung, eine Wohnung und eine
Partnerschaft.



Der sozialpädagogische Familienverbund
(SoFa)
sucht qualifizierte Mitarbeiter für
die Erziehungsstellen. Voraussetzung ist
eine pädagogische oder psychologische
Ausbildung.
Informationen für Bewerbungen sind
erhältlich bei Geschäftsführer Michael
Husen, in 39104 Braunschweig Messeweg
9, (auch für den Landkreis Peine),
(05 31) 378 90 22;
Internet:.familienverbund.de,
familienverbund@gmx.de

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