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Unsere Leistungen

 

Betreuungsumfang und -frequenz

Die Mindestkontaktfrequenz zu Mutter und Kind(ern) unserer MitarbeiterInnen liegt bei einem Betreuungskontakt täglich.
Unser Angebot enthält jedoch keine Nachtwache oder Nachtbereitschaft. Über eine telefonische Rufbereitschaft ist jedoch Hilfe sichergestellt.
Die Festlegung des Betreuungsbedarfs und Auftrags erfolgt im Hilfeplanverfahren gem. § 36 SGB VIII. Wir gehen hier von einer idealtypischen Mindestbetreuungszeit von 20 Wochenstunden aus. Niedrigere Stundenwerte bedürfen einer konkreten Begründung im Einzelfall im Rahmen des Hilfeplanverfahrens.
Bei plötzlichem Ausfall der Mutter, z.B. durch Abwesenheit können wir bis zu 3 Tage rund um die Uhr die Betreuung des Kindes weiter gewährleisten, um das Kindeswohl zu sichern und eine Problemlösung zu ermöglichen

 

Leistungen zur Alltagsgestaltung

Wir unterstützen die jungen Mütter beim Aufbau und bei der Gestaltung ihres Alltags, der damit zum Lern- und Übungsfeld für die Erarbeitung einer eigenständigen und eigenverantwortlichen Lebensführung wird und der die Basis der Befriedigung der Grundbedürfnisse von Mutter und Kind bildet.

  • Hilfe beim Aufbau einer kindorientierten Tagesstruktur mit wiederkehrenden, Sicherheit gebenden Rhythmen
  • Aufbau von Handlungsroutinen in der Pflege und Versorgung des Kindes und in der Selbstversorgung
  • Aktivierende Unterstützung der Selbstversorgung von Mutter und Kind, Anleitung in lebenspraktischen Tätigkeiten wie Haushaltsführung, Einkäufe, Arztbesuche etc.
  • wohnliche Gestaltung der Räume, mit einer sicheren und geordneten Umgebung für das Kind
  • Förderung sozialer Bezüge am neuen Wohnort

 

Sozialpädagogische Betreuungsleistungen

Die individuellen Ziele und Hilfeschwerpunkte werden mit den jungen Mütter im Rahmen des Hilfeplanverfahrens mit dem jeweils zuständigen Jugendamt festgelegt.
Unsere Unterstützung umfasst dabei insbesondere folgende Bereiche

  • Begleitung in der Schwangerschaft und am Beginn der Mutterschaft als Lebensabschnitt mit hohen krisenhaften Veränderungs- und Anpassungsleistungen
  • Begleitung bei der Geburt (wenn gewünscht)
  • Hilfen bei der Organisation von Schwangerschaftsvor- und Nachsorge sowie Hebammenbetreuung
  • Entwicklung der eigenen Identität und Persönlichkeit in der Rolle als Mutter im neuen System der eigenen Familie
  • Klärung der Beziehung zum Kindesvater / Lebenspartner
  • Beratung zur Sorgerechtssituation
  • Stärkung der sozial-emotionalen Kompetenzen der Betreuten
  • Hilfen für eine bewusste Entscheidungsfindung für oder auch gegen das Kind bei fehlenden Ressourcen / Traumata / persönlichen Krisen etc.
  • Training von Lebenspraxis und Hilfe zur Selbsthilfe bei der Bewältigung des Alltags und bei der Hauswirtschaft (Einkäufe, Nahrungszubereitung, persönliche und räumliche Hygiene Ordnung etc.)
  • Erarbeitung einer Lebensperspektive unter Einbezug sozialer Subsystem und des gesellschaftlichen Lebens
  • Umgang mit Peer-Groups durch Ablösung aus der Jugendlichenphase und Annahme der Mutter- / Vaterrolle
  • Aktive Freizeitgestaltung / Teilnahme am kulturellen Leben mit und ohne Kind
  • Unterstützung und Vermittlung therapeutischer Hilfen bei der Aufarbeitung von Traumata
  • Verantwortlicher Umgang mit finanziellen Mitteln, ggfs. Unterstützung bei der Regulierung von Schulden
  • Hilfen bei der Sicherstellung sozialrechtlicher Ansprüche
  • Begleitung bei Ämter- und Behördenangelegenheiten
  • Hilfe bei der Beschaffung eines eigenen Wohnraumes bei Beendigung der Maßnahme und Verselbständigung

 

Leistungen zur schulischen / beruflichen Förderung

  • Planung der weiteren schulischen und/ oder beruflichen Perspektiven von Mutter / Vater
  • Hilfen bei der Organisation einer Schul- / Berufsausbildung
  • Zusammenarbeit mit Schulen / Ausbildungsbetrieben
  • Hilfen bei Hausaufgaben etc.
  • Unterstützung bei der Betreuung des Kindes während der Schul- / Arbeitszeiten durch die Bereitstellung einer einrichtungsinternen Tagesbetreuung

   

Leistungen für den Säugling / das Kleinkind

  • Förderung einer sicheren, feinfühligen und kontinuierlichen Bindung zwischen Mutter (Vater) und Kind
  • Anleitung zur zuverlässigen Betreuung und sicheren gesundheitlichen Versorgung, Pflege und Ernährung des Säuglings
  • Unterstützung bei der medizinischen Versorgung, z.B. bei Wahrnehmung von Kinderarztterminen und Umsetzung medizinischer Maßnahme
  • Entwicklung einer kindgerechten Tagesstruktur mit der Mutter
  • Anleitung der Mutter im erzieherischen Umgang mit dem Kind
  • Hilfen bei der Freizeitgestaltung und den Spielbedürfnissen des Kleinkindes
  • Anleitung zu einer sicheren und anregenden Umgebungsgestaltung für des Kind
  • Entlastung bei akuten Krisen und kurzzeitigen Überforderungen der Mutter durch die Sicherstellung einer Betreuung des Kindes durch Mitarbeiter der Einrichtung
  • Sicherung des Kindeswohls zum Schutz vor einer Kindeswohlgefährdung durch Anleitung und Kontrollen der Mutter und in Augenscheinnahme des Kindes
  • Anregung zur Teilnahme an Kursen zur Förderung der Entwicklung des Kindes und der Gesundheit und Kompetenzen der Mutter ( ggfs.Rückbildungskurs, PEKiP, Teeniegruppen,
    Beantragung von Frühförderung etc.)

Familienarbeit

Gerade im Kontext der Arbeit mit jungen Müttern und ihren Kindern spielt die Beziehungsgestaltung zur Herkunftsfamilie eine starke Rolle. Aus Jugendlichen werden Eltern, frühere Eltern werden zu Großeltern. Damit einhergehend besteht die Chance, über das Kind einen neuen Anfang innerhalb familialer Beziehungen zu wagen und neue Sichtweisen zu erproben. Zudem kommt mit dem Kindesvater und/oder Partner eine neue Figur ins Familiengefüge, mit der unter Umständen neue Arrangements zu treffen sind.
Hier bieten wir neben klärenden Gesprächen auch die Möglichkeit systemischer Beratung. Auf Wunsch kann beispielsweise im Rahmen von Genogrammarbeit im Interesse der jungen Schwangeren/Mütter und ihrer Kinder geklärt werden, welche familialen Ressourcen wiederzuentdecken sind und in welcher Form sie eingebunden werden können.
Neben der Abklärung der Beziehungskonstellationen spielt gerade auch die Stärkung des Selbstbewusstseins junger Mütter eine große Rolle; es muss berücksichtigt werden, dass junge Frauen innerhalb der Familie häufig auch Ablehnung, Abwertung und Enttäuschung erfahren, insbesondere dann, wenn ihre Schwangerschaft ungewollt war und ein verantwortlicher Vater fehlt oder von der Familie abgelehnt wird.

Leistungen im Rahmen der Aufnahme / Entlassung und Hilfeplanung

  • Vorstellung der Einrichtung, Räumlichkeiten und des Konzeptes vor Maßnahmebeginn
  • Vorbereitung der Hilfeplanung und Hilfeplanfortschreibung durch reflektierende Gespräche und Mitwirkung der Mutter bei der Erstellung des vorbereitenden Berichtes der Einrichtung
  • Reflexion der Zusammenarbeit zwischen Mutter und den BetreuerInnen und Erstellen und Auswerten des Betreuungs- und Zielplanes
  • Regelmäßige Statuserhebung zur Einschätzung des Kindeswohls im Rahmen der Teambesprechungen und durch tägliche Kurzdokumentation
  • Teilnahme an Hilfeplangesprächen und Ziel- und Auftragsplanungen
  • Schriftliche Dokumentation des Maßnahmeverlaufs und der Zielerreichung
  • Hilfen bei der Entlassung aus der Einrichtung und Erstellung eines Abschlussberichtes
  • Netzwerkarbeiten zu anderen Hilfesystemen und Institutionen


Qualitätssicherung und Entwicklung

Folgende Instrumentarien nutzt unsere Einrichtung zur qualitativen Entwicklung und Sicherstellung ihrer professionellen Arbeit:

  •  Externe Supervision
  •  Fortbildung
  •  Teambesprechungen
  •  Fachberatung
  • Standardisiertes Verfahren bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung  nach § 8a SGB VIII

         

  Evaluation der Qualittsentwicklung und Zielerreichung

  • Selbstevaluation und Arbeitsgruppen zur Standard- und Qualitätsentwicklung / Sicherung
  • Evaluation der Zielerreichung der Einrichtung
  • Evaluation der Zusammenarbeit mit den Betreuten und dem Jugendhilfeträger

 

 Weitere Instrumentarien

 

  • Schriftlich dokumentierte Betreuungs- und ZielplanungTagesdokumentation
  • Protokolliertes „Gesamtteam“ und „Kleines Team“
  • Standardisiertes „Status Feststellungsverfahren“ zur Einschätzung der Kindeswohlgefährdung
  • schriftliche Vorbereitung der Hilfeplanung des jeweiligen Jugendamtes unter Beteiligung der Mütter / Väter
  • Auswahl- , Aufnahme- und Entlassungsverfahren für aufzunehmende Schwangere / junge Mütter /Väter
  • Kontakt zu anderen Institutionen, wie Pro Familia, Kinderschutzbund, Beratungsstellen,Kinderarzt etc.
  • Mitglied im VPK Landesverband Niedersachsen und Teilnahme an Facharbeitsgruppen
  • Mitglied im Arbeitskreis Träger von Erziehungsstellen in Niedersachsen
  • Mitglied im Fachausschuss Jugendhilfe der Arbeitsgemeinschaft Braunschweiger Wohlfahrtsverbände
  • Mitglied in den AG gem. § 78 in Braunschweig, Wolfenbüttel und Peine
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